Freitag, 2. April 2021

Bereits am Morgen fällt mir das Atmen schwer

Es ist Karfreitag. Ein Feiertag. Mein Freund ist bei mir. Ende.

Wäre das schön? Wenn es einfach so sein könnte?! Aber nein, mein ganzer Körper kribbelt und mir ist wieder die Bleiplatte auf die Brust geschnallt. Jedes Mal, wenn sich meine Brust hebt und senkt, spüre ich diese Enge in meiner Kehle. Ich will sie loswerden, denn alles lähmt mich zu sehr... Ich kann nichts weiter tun, als Atmen und Schlafen. 

Ich lese einen Blog, den ich bereits 2014 las und der tatsächlich noch im Netz zu finden ist. Es ist ein trauriger Blog, der bereits damals ähnliche Gedanken widerspiegelte, die ich hatte. Und obwohl ich weiß, dass es mir nicht gut tut darüber zu lesen, wie schlecht es ihr geht, kann ich nicht anders. Es ist das Einzige, wofür ich heute ein wenig Energie habe. Abgesehen davon, kriege ich nämlich nichts hin. Ich blicke vor mir ins Leere und spüre nichts. Meine Gedanken kreisen nur um das Beenden des heutigen Tages und dich. Was machst du wohl gerade...? Bist du unterwegs und machst Fotos? Arbeitest du an deinen Animationen? Denkst du auch mal an mich? Freust du dich darauf wieder Zuhause zu sein? Bist du Sonntag vielleicht schon vor 18 Uhr Zuhause und meldest dich dann? Wir hatten noch nie so lange keinen Kontakt. Selbst an den Wochenenden, an denen wir nicht verabredet waren, hast du mir geschrieben. Und das sogar über WhatsApp, obwohl du dein Handy nur sehr selten in die Hand nimmst. Das hat mich jedes Mal Lächeln lassen. Weil du an mich gedacht hast; aber nun... Du versuchst es nicht einmal. Ich bin dir zu nahe getreten. Ich habe mich dir aufgedrängt. Ich hoffe, dass ich dich dadurch nicht verloren habe. Ich vermisse deine Stimme.

Aber ich muss diesen Tag nur überstehen und wenn ich dann morgen wieder aufwache, wird alles besser sein. Das muss es einfach!


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